Wissenswertes


Am liebsten würden Honigbienen in mehreren Meter Höhe ihre »Wohnung« haben und nicht knapp über dem Boden stehen, wie es meist üblich ist. Das ist zwar für den Imker wirklich sehr mühsam, weil alles hinauf und hinunter gehoben werden muss, aber für ein paar Bienenstöcke habe ich so einen Hochstand gebaut. Die Bienen freuen sich darüber (hoffe ich).

Bio-Honig versus konventioneller Honig

Es gibt einige grundsätzliche Unterschiede an die man sich als Bio-Imker halten muss, das wird dann auch jährlich von einem Kontrollinstitut überprüft. Ich bin kein zertifizierter Bio-Betrieb, da das bei so wenigen Bienenvölkern meines Erachtens zu teuer ist. Hier eine Auflistung der wichtigsten Unterschiede:

  1. Die Bienenwohnungen (der Imker nennt sie »Beute«) müssen aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Das sind zB Holz oder Stroh. Beuten aus Kunststoff bzw. Styropor sind nicht erlaubt.
    Meine Beuten sind aus Holz und mit einer Holzlasur von Auro gestrichen (wasserverdünnbar, lösemittelfrei, geprüft für Spielzeugbehandlung und auf Speichel- und Schweißechtheit).
  2. Die Bienen samt Königin müssen aus Biologischer Zucht kommen.
    Meine ersten Völker samt Königinnen sind von einem Bio-Imker aus Schwechat.
  3. Wenn man den Bienen beim Wabenbau „Starthilfe“ mit Wachsplatten gibt, dann muss dieses Wachs „rückstandsfrei“ sein (Wenn man bereits als Bio-Imker zertifiziert ist, dann muss man Bio-Wachs kaufen). Diese Wachs ist zwar viel teurer (normales Wachs etwa € 18 pro kg, rückstandsfrei ca € 25 pro kg), aber dafür hat man keine Medikamenten und andere Rückstände im Wachs.
    Mein Wachs ist von Hödl und rückstandsfrei (gem. Vo (EG) 834/2007).
  4. Für die Winterfütterung darf man nur Bio-Zucker oder Bio-Sirup verwenden.
    Ich lasse den Bienen einen Teil des Honigs und verfüttere ausschließlich Bio-Glukosesirup von der Bio Vermarktung Handels GmbH in Zwettl.
  5. Der Standort der Bienenvölker soll so gewählt werden, dass ausreichend „biologisch“ erzeugte Pflanzen in der Nähe zur Verfügung stehen. Am Land hat man oft das Problem mit Bauern, die Neonikotinoide und andere Pestizide einsetzen.
    Für meine Bienen ist der Wiener Prater als Natur- und Vogelschutzgebiet ideal. Auch große Teile der nahen Donauinsel sind als  Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
  6. Der Einsatz von Medikamenten ist zur Varroa-Milben-Behandlung untersagt. Es gibt Wärme-, Mechanische und Säurebehandlungen die zugelassen sind.
    Daran halte ich mich auch, ich verwende keine Tierarzneimittel.

Trachtpflanzen in meiner Umgebung

Nektar- und Pollenwert: 4 = sehr gut, 3 = gut, 2 = mäßig, 1 = gering:

  • Trauerweide (mehrere beim Heustadlwasser) Nektar 3, Pollen 3
  • Apfelbaum (zB zwei in meinem Garten) Nektar 4, Pollen 4
  • Weichsel (bei der Nachbarin) Nektar 4, Pollen 4
  • Salweide (mehrere im Kleingartenverein) Nektar 4, Pollen 4
  • Birne (in meinem Garten) Nektar 3, Pollen 3
  • Sommerlinde (im Kleingartenverein) Nektar 3, Pollen 1
  • Pappel (mehrere ca. 25m entfernt) Nektar 0, Pollen 3
  • Roßkastanie (unzählige auf der Prater-Hauptallee) Nektar 3, Pollen 3
  • Ringlotte (bei der Nachbarin)
  • Marille (mehrere im Kleingartenverein)
  • Ligusterhecken … wenn man sie blühen lässt (ca. 30m in meinem Garten)
  • Drindlsträucher (Kornelkirsche, Cornus mas), in meinem Garten und bei Nachbarn

Die Firma Raumgrün hat im Auftrag der ASFINAG im Prater übrigens sehr hilfreiche Baumpflanzungen für Bienen vorgenommen.