Varroamilbe
Bienengesundheit

Varroa

So sehen sie aus … die Varroa-Milben. Bei meiner letzten Kontrolle habe ich leider viele Milben entdeckt und musste die Behandlung meiner Völker vorziehen. Normalerweise mache ich dies erst so um den 10. Dezember.  Heuer dürfte ein starkes Milbenjahr sein – auch der Wiener Imkerverein, bei dem ich Mitglied bin, hat am Samstag die Völker am Vereinsbienenstand am Zentralfriedhof behandelt. Es war dringend notwendig, die Bienen von den Milben zu befreien. Durch die Bisse der Milbe können nämlich Viren in die Biene eindringen … und daran verenden die Bienen dann leider. Die hellen Flecken im Bild sind übrigens Wachsteilchen.

Nosemauntersuchung
Bienengesundheit

Nosematose-Bienenuntersuchung

Heute war wieder die alljährliche Nosematose-Bienenuntersuchung im Imkerverein. Man sammelt etwa 20 tote Bienen pro Volk, aus denen man eine Probe herstellt, die dann unter dem Mikroskop untersucht wird. Bei dieser kostenlosen Untersuchung in meinem Imkerverein haben 26 Imker 101 Proben untersucht. 13 Proben waren positiv. Zur Behandlung dieser Völker füttert man sie bei schönem Flugwetter (etwa 15 °C) dünn­flüssig, dann fliegen die Bienen zum Abkoten raus und die kranken Bienen schaffen es nicht mehr zurück …
Leider habe ich nur ein Volk über den Herbst und Winter gebracht … das ist aber zum Glück gesund!

burgruine aggstein
Bienengesundheit

Hoffentlich wird es bald kalt …

Auch wenn wir Menschen uns über diesen »goldenen« Herbst freuen (Bild: Burgruine Aggstein) … meinen Bienen tut er gar nicht gut. Es ist zu warm und es gab noch keinen Frost. Bei zwei Völkern konnte ich beobachten wie sie von Wespen ausgeraubt wurden. Bienen waren danach keine mehr da. Das ist sehr schade, da Wespen das Futter jetzt nicht mehr brauchen … da überwintert nur die zukünftige Königin, die in eine Winterstarre fällt. Und  am Dienstag wurde auch mein allerliebstes Bienenvolk (ruhigste Bienen und schönster Wabenbau) von anderen Bienen ausgeraubt. Und das, obwohl ich bei allen Beuten das Flugloch stark verengt hatte … sehr traurig!

Nosema Untersuchung
Bienengesundheit

Nosematose

Am 2. März 2017 habe ich schon einmal über diese Frühjahrskrankheit der Honigbienen berichtet (Bericht hier). Am Samstag war es wieder soweit: Viele Imker meines Vereins trafen sich in unserem Vereinssitz in Simmering, um ihre Bienenvölker untersuchen zu lassen. Man benötigt ca. 20 tote Bienen, die man vorher aus den Bienenbeuten gesammelt hat. Man sammelt übrigens nur tote Bienen … von denen man aber auch genug findet, da die Winterbienen schön langsam den Zenit ihres Daseins erreicht haben. Wir erstellten Päparate, die im Mikroskop untersucht wurden. Meine fünf Bienenvölker haben keine Nosema. Hurrraaaa!

Vortrag: Flügeldeformationsvirus
Bienengesundheit Bienensterben Imkerverein Weiterbildung

Vortrag: Flügeldeformationsvirus

Der Vortragende unseres gestrigen Imkerverein­abends war der Tierarzt und Virologe Dr. Benjamin Lamp PhD von der VetMedUni Vienna. In seiner Familie wird seit mehr als 200 Jahren geimkert und auch er ist Imker. Er unterrichtete uns in seinem Vortrag vor allem über das Flügel­deformations­virus, das Bienen befallen (und ganze Bienen­kolonien vernichten) kann … Bei Honigbienen wird es vor allem durch die parasitäre Varroamilbe verbreitet. Eine Behandlung bei einer Infektion gibt es aber leider nicht. Es müssen Maßnahmen zur Eindämmung des Varroabefalls getroffen werden. Ein wirklich sehr spannend gehaltener und interessanter Vortrag.

Honig Gütesiegel des ÖIB
Bienengesundheit Honig

Honig Gütesiegel des ÖIB

Ich habe meinen Honig in einem, vom Österr. Imkerbund (ÖIB) akkreditierten, Labor testen lassen. Die Auflagen des ÖIB sind deutlich strenger als die des österr. Lebensmittelgesetzes. Ich und meine »Prater-Honig-Bienen« haben das Österreichische Honig-Gütesiegel erhalten und ich freue mich riesig, denn das zeigt, dass ich so einiges richtig mache um Honig in höchster Qualität zu ernten. Meine Bienen sind in Holzbehausungen, die mit »bienengerechten« Farben gestrichen wurden, behalten einen Teil ihres eigenen Honigs für den Winter (Zufütterung nur mit Bio-Invertzuckersirup) und ich verwende nur rückstandsfreies WachsHier nun die Details der Untersuchung:
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Vandalismus: Bienenvolk umgeworfen
Bienengesundheit

Vandalismus: Bienenvolk umgeworfen

Es gibt nicht nur gute Menschen auf dieser Welt … diese Erfahrung musste jetzt leider auch ich machen. Viele hatten mir abgeraten, Bienenvölker in den Prater zu stellen … es sei zu gefährlich … zurecht? Jetzt hat es nämlich leider auch meine Bienen erwischt. In der Nacht von gestern auf heute wurde ein Bienenstock samt tausender Bienen umgeworfen. Ein Nachbar, der morgens mit seinen Hund unterwegs war, hat es als erster bemerkt und mich gleich informiert. Es macht mich unendlich traurig, dass es Menschen unter uns gibt, die so etwas anrichten. Heute ist kein schöner Tag 🙁

Europa stimmt für Bienenschutz
Bienengesundheit

Europa stimmt für Bienenschutz

Endlich! Lange hat es gedauert… Aber zum Glück wurden heute die drei bienengefährlichsten Arten von Neonicotinoiden (Clothianidin, Thiamethoxam und Imidacloprid) für die Anwendung im Freiland verboten. Der Beschluss der EU-Staaten erfolgte im Verwaltungsausschuss der Kommission mit der erforderlichen Mehrheit von zwei Dritteln. Das Verbot tritt mit Jahresende in Kraft. Die Neonicotinoide können Insekten töten, lähmen oder sogenannte Alzheimer Effekte hervor rufen! Hier geht es zu einem ausführlichen Artikel im Standard

OÖ-Nachrichten starten Bienenrettungsaktion
Bienengesundheit

OÖ-Nachrichten starten Bienenrettungsaktion

Die OÖNachrichten starten eine Bienen­rettungs­aktion! Um 800 EUR bekommt man ein Bienenvolk für ein Jahr und dieses wird von einem OÖ-Imker betreut. 400 EUR davon fließen an ein Bienenschutzprojekt. Das Bienenvolk steht entweder beim Käufer oder beim Imker. Den Honig bekommt auch der Käufer. Zielgruppe sind Firmen, die in der Zeitung vorgestellt werden. Zitat: »Wir wollen in ganz Oberösterreich „Bienenfreunde“ gewinnen: Menschen, die in ihrem Garten ein Eck wuchern lassen, damit Bienen dort Nahrung finden. Menschen, die bewusst auf Pestizide und Spritzmittel verzichten. Menschen, die auf die Herkunft ihres Honigs schauen – und so die regionalen Imker unterstützen.« Ich finde das toll! Zum Artikel

Billigimporte von gefälschtem Honig!
Bienengesundheit Honig

Billigimporte von gefälschtem Honig!

Billigimporte gefährden die Bienen und in weiterer Folge die dringend erforderliche Bestäubungsleistung der Honigbiene und somit den Ertrag bei Nahrungsmitteln hier bei uns.

» Zwischen 2000 und 2014 ist die Produktion von Honig in China um 88% gestiegen, die Zahl der Bienenstöcke stieg im gleichen Zeitraum jedoch nur um 21%. «

Hier die erschütternde Studie »Honeygate: Wie Europa mit gefälschtem Honig überschwemmt wird« auf englisch (mit Bildern und Diagrammen) und hier die Übersetzung auf deutsch. Bitte kauft nur Honig von Imkern eures Vertrauens …

Bienengesundheit

„BuzzBox“ rettet Bienenvölker

Habe gerade das Kickstarter-Projekt »Buzzbox« entdeckt (Kurzbeschreibung auf deutsch). Mittels Sensoren werden Daten des Bienenstocks gemessen (Temperatur intern und extern, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck) und an das Handy des Besitzers übermittelt. Audio vom inneren des Bienenstocks wird aufgezeichnet und ausgewertet. So kann man (durch unterschiedliches Summen der Bienen) die Gesundheit des Volkes analysieren (inkl. Königin weg, Wachsmotten, Varroamilben, etc). Die Daten werden im Rahmen von OpenData Forschern zur Verfügung gestellt. Wenn Du  280 $ in die Erforschung der Bienengesundheit investieren willst … ich würde da auch gerne mitmachen und ein Bienenvolk zur Verfügung stellen … Also bitte gleich bei mir melden falls Du etwas für die Bienen tun willst.

Bienengesundheit

Varroa durch Beschallung loswerden?

Ein Berliner Imker forscht an der Beschallung der Varroa mit 15.000 Hertz / 90 Dezibel und das soll die Varroa umbringen und den Bienen nichts ausmachen … Wäre toll wenn das funktioniert. Das Gerät kostet nur € 86 mit Batterie und € 48 ohne Batterie. Ein Volk soll man zwei mal pro Jahr 30 Tage beschallen. Bin gespannt ob das den Bienen schadet oder nicht, eine unabhängige Studie zum „Varroa-Killer-Sound“ wäre super …
Hier geht es zum Artikel in der Magdeburger Volksstimme und hier zum Imkereibedarf Klaus(Bild: © fotolia)