Bienen-Eier,Stifte
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Bienen-Eier bzw. Stifte gefunden

Ich habe heuer zum ersten mal Bienen-Königinnen gezüchtet, ein paar waren auf der Belegstelle im Höllental/NÖ, die anderen auf der Sulzwiese im Lainzer-Tiergarten. Wenn man eine Königin einem Bienenvolk zusetzt, dann macht es Sinn, nach einigen Tagen zu kontrollieren, ob die neue Königin vom Volk angenommen, akzeptiert wurde. Obwohl meine neuen Bienen­königinnen gezeichnet (gelber Punkt am Rücken) sind, konnte ich sie bei einem Volk nicht finden. Das ist aber kein Problem, wenn man gute Augen hat, denn ich konnte Eier (auch Stifte genannt) finden, die die Königin gelegt hat. Somit konnte ich die Kontrolle beenden, alles gut im Volk Nr. 6. 🙂

Wiener Honigbienen
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Duft der Bienen

Es ist immer ein faszinierend, wenn man den Bienenstock bei Arbeiten öffnet und die Bienen »herumwuseln«. Es duftet herrlich nach Wachs, Propolis und Honig und das Bienenvollk summt. Bienen kommunizieren ja neben dem Rundtanz und dem Schwänzeltanz vor allem über Düfte miteinander (Pheromone) und entsprechende Duftdrüsen gibt es bei den Bienen sehr viele. Zum Beispiel die Fußabdrucksdrüse, mit der Bienen Blüten markieren, die sie besucht haben … somit wissen andere Bienen, dass hier nicht mehr viel zu holen ist. Der Duft hält allerdings nicht lange an, somit kann, wenn die Pflanze »nachproduziert« hat, wieder Nektar gefunden werden. Sehr schlau!

Honig 2019
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Manuka Honig kaufen?

In einer 2020 durchgeführten Studie der Uni Bratislava & Uni Graz, wurde die antibakteriellen Eigenschaften (betr. der Human­pathogene „Staphylococcus aureus“ und „Pseudo­monas aeruginosa“) von 25 steirischen Honigen im Vergleich zu Manuka-Honig aus Neuseeland und von Bienen eingelagertes Winterfutter untersucht. Die Wirkung wird bei Manuka Honig durch „GOX“ (Glukose-Oxidase) erzielt, bei heimischem Honig ist es „H2O2“ (Wasserstoffperoxid). Das Ergebnis der Studie: „… no differences in GOX contents and accumulated levels of H2O2 were found between honeys and bee-processed syrups.“ Das bedeutet, dass heimischer Honig der Wirkung von Manuka-Honig um nichts nachsteht. Bedenkt man den langen Transportweg von Neuseeland nach Österreich und den enormen Preis­unterschied, dann würde ich regionalen Bio-Honig kaufen …

Bio-Zertifikat-Honig-Wachs
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Bio-Zertifikat zum Geburtstag!

So, endlich BIO-Imker! Heute habe ich Geburtstag und am Vormittag ist das Bio-Zertifikat meiner Kontrollstelle eingetroffen. Das ist ein sehr schöner Zufall und ein nettes Geburtstags­geschenk. Na gut, ich zahle zwar für die Bio-Kontrolle und Bio-Zertifizierung, aber ich freue mich trotzdem, dass das genau heute passiert ist. Wer mehr über den Unterschied zwischen konventioneller Imkerei und Bio-Imkerei wissen will (und ich hoffe das sind sehr viele!), kann hier nachlesen, ich habe das wichtigste auf einer Seite zusammengefasst. Übrigens, Bio-Zertifikate wirklich aller (weltweiten) Bio-Betriebe kann man unter easy-cert.com nachschlagen …

Marillenblüte
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Marillenblüte und Bienen

Heute war es im Prater am Nachmittag warm genug (es, hatte etwa 11°C) und die Honigbienen haben die Marille (Sorte: Ungarische Beste) bei mir im Garten besucht und bestäubt. Das Bestäuben der Marille ist den Honigbienen meist nicht möglich, weil es oft noch zu kalt ist. Es gibt Wildbienen (zB Hummeln und Frühlings-Seidenbienen) die zum Glück auch bei niedrigeren Temperaturen fliegen, die machen es dann… Die Frühling-Seidenbienen besiedeln übrigens lockeren Sandboden und nicht, wie so manche denken, hohle Stengel. Also, am besten ein Platzerl im Garten dementsprechend für diese sehr wichtigen Wildbienen herrichten …

Hornisse und Bienen
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Hornisse und Bienen

Bei mir im Garten sind im Spätsommer und Frühherbst immer wieder Hornissen anzutreffen. Sie laben sich an den süßen Birnen (Sorte: Gute Luise) und an den Feigen meines riesengroßen Feigenbuschs. Leider holen sie sich auch sehr fleißig meine Bienen, die sie, so wurde ich informiert, für ihren Nachwuchs benötigen. Sehr ärgerlich, aber so ist die Natur. Ein gutes, starkes Bienenvolk verkraftet das aber ohne Probleme. Für uns Menschen sind sie kaum gefährlich, sie sind sanftmütig, gehen nicht (wie die Gemeine Wespe) auf Bier-, Salat- und Fleischgerüche und man hört sie heranfliegen (so laut sind sie) 😉 Vor uns Menschen flüchtet sie nach meiner Erfahrung.

Bienenvolk
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Bienenvolk öffnen – ein Erlebnis!

Wenn ich ein Bienenvolk öffne und unzählige Bienen friedlich »herumwuseln«, ist das schon immer wieder ein besonderer Moment für mich. Es duftet dann nach Wachs, Nektar/Honig, Propolis und Pollen … und dieser Geruch haftet dann auch auf meinen Fingern, wenn ich ohne Handschuhe arbeite und zB ein Rähmchen zur Kontrolle aus dem Bienenstock ziehe. Der Duft klebt praktisch an mir. 😉 Meist kann ich gar nicht genug bekommen von diesem Geruch des Bienenstocks. In der Api-Therapie wird das Einatmen der Bienenstockluft empfohlen bei: Heuschnupfen, Nasen­neben­höhlen­entzündung, Asthma, Bronchitis und Infekt­anfälligkeit.

Sonnenblume mit Biene
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Sonnenblumen für Bienen

Im Frühjahr habe ich mir von einem befreundeten Imker 16 Sonnenblumenpflänzchen geholt. Sorgsam bei ihm ausgegraben und bei mir im Garten wieder eingepflanzt und gegossen. Diese Sonnenblumen haben viele Köpfe die gleichzeitig blühen (dzt 13!!!) – wunderschön anzusehen. Und die Bienen (Honigbienen, Holzbienen, Hummeln, etc) nehmen sie zahlreich an. Aber leider hat es nur eine Sonnenblume geschafft zu blühen … die anderen wurden von Schnecken verzehrt. Gibt es da Tipps (die funktionieren), wie ich die Sonnen­blumen durch bringe ohne Schneckenkorn zu verwenden? Wenn jemand damit Erfahrung hat, bitte Info an peter@praterhonig.eu

Biene am Rosmarin
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Bienen in der Stadt …

… finden fast immer Nahrung. Denn zum Glück haben viele Bewohner der Städte einen Balkon oder zumindest ein paar Blumenkisterl bei den Fenstern, wo fleißig Kräuter und Blumen angebaut werden. Das ist nicht nur gut für die (Seele der) Menschen, auch Insekten erfreuen sich daran. Natürlich sind auch Friedhöfe, städt. Garten­anlagen, Blumeninseln und natürlich die vielen Kleingärten hervorragende Nektar- und Pollen­spender – Imker nennen dies »Läppertracht«. Das ist das Nahrungsangebot für Bienen, das nicht hervorragend ist (wie zB ein blühender Lindenbaum), aber wenn genug (kleines) blüht, dann läppert es sich … (wie man in Wien sagt).

Wassergehalt von Honig
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Wassergehalt von Honig

Wenn man Honig in Verkehr bringt, muss man den Wassergehalt des Honigs kennen. Ich lasse meinen Honig ja jedes Jahr in einem Labor überprüfen … aber ich selber prüfe ihn auch, da das Ergebnis des Labors meist nicht sofort verfügbar ist. Das liegt wohl daran, dass alle Imker zur gleichen Zeit den Wassergehalt wissen wollen. Auf dem Bild (das war sehr schwierig zu fotografieren) sieht man, dass mein Honig etwa 16,5% Feuchte hat. Das ist perfekt. Das Gütesiegel bekommt man bis 17,5 %, verkaufen als Honig darf man ihn bis 20%. Wenn der Wassergehalt darüber ist, darf er nur als Backhonig (zB für Lebkuchen) oder für die Metherstellung verwendet werden …

Wabe mit verdeckelter Brut
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Bienen putzen die Zellen

Die »Putzbienen« reinigen die Brutzellen einer Wabe und beschichten sie mit einem dünnen Propolisbelag. Die Königin überprüft ob die Zelle geeignet ist und wenn alles passt, legt sie ein Ei hinein und klebt es an den Zellgrund. Eine Königin kann während der Hauptlegezeit etwa 1.500 bis 3.000 Eier pro Tag legen. 2.000 Eier entspricht in etwa dem Körpergewicht der Königin – das ist doch unglaublich!!! Auf dem Bild sieht man eine Wabe mit verdeckelter Brut. Die Verdeckelung findet bei Arbeiterinnenbrut am 9–10 Tag statt. Bei Königinnen- und Drohnenzellen am 8. Tag. Arbeiterinnen schlüpfen am 21. , Königinnen am 16. und Drohnen am 24. Tag.

Honigbienen-Naturwabenbau
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Naturwabenbau der Honigbienen

Großartig, wie Bienen Waben bauen. Sie sind federleicht und durch die Sechseckige-Form auch materialsparend. Das macht auch Sinn, denn das »ausschwitzen« von Wachs ist energie­aufwändig. Für die Produktion von 1 kg Wachs benötigt das Bienenvolk etwa 10 kg Honig und ein Kilogramm Blütenstaub. Ein Wachsschüppchen wiegt ca. 0,0008 g … das bedeutet, dass die Bienen über eine Million davon produzieren müssen um ein Kilogramm Wachs zu erhalten. Wachs ist somit für das Bienenvolk sehr kostbar! Bienen kommuni­zieren auch über Waben, da es die Schwingungen des Schwänzeltanzes überträgt – was in der Dunkelheit des Bienenstocks sehr hilfreich ist.