Bienenwachskerzen gießen
Wachs

Kerzenwerkstatt

Heuer habe ich einige der langen Herbst- und Winternächte in meiner Kerzenwerkstatt im Keller verbracht. Wenn man das Bienenwachs sorgsam erhitzt, dann duftet es im ganzen Haus, das ist ein Traum. Beim Kerzengießen ist es  besonders wichtig, dass das Wachs sehr gut geklärt wurde (sonst knistern die Kerzen beim Abbrennen) und, dass man zur jeweiligen Gießform die passende Dochtstärke hat. Ich habe mir auch noch ein Holzgestell gebaut, das erleichtert das Kerzen­gießen ungemein. Nach einem anstrengendem Arbeitstag (ich sitze vor zwei Monitoren) ist das Arbeiten mit Bienenwachs für mich eine sehr entspannende Tätigkeit, die ich sehr schätze.

Wachs klären
Wachs

Bienenwachs klären

Entnimmt man alte, dunkle Waben aus dem Bienenvolk (aus hygienischen Gründen spätestens nach drei Jahren) dann haftet auf ihnen natürlich auch anderes, was man nicht im Wachs haben will. Nymphen­häutchen (die von der Verpuppung der Bienen übrig bleiben), Propolis oder auch zB tote Bienen. Wie bekommt man dies nun aus raus aus dem Wachs? Ganz einfach, man gibt etwas Wasser in einen Topf und erwärmt das Wachs darin. Nachdem Wachs leichter ist als Wasser, schwimmt es oben auf und der Schmutz sammelt sich unten. Sobald das Wachs wieder fest ist, kann man die Verun­reinigungen sehr leicht mit einer Spachtel entfernen. Diesen Vorgang wiederholt man …

Dampfwachsschmelzer
Wachs

Ein Dampf­wachs­schmelzer musste her!

Bis jetzt habe ich das Bienenwachs immer in einem alten Alu-Entsafter geschmolzen … Das ist sehr mühselig und aufwändig. Das Wachs muss zum Schmelzen nämlich aus den (gedrahteten) Rähmchen geschnitten werden, was sehr lästig und auch eine klebrige Angelegenheit ist. Die Rähmchen wurden dabei außerdem auch nicht sauber. Nun habe ich mir einen Dampf­wachs­schmelzer bei Wachs-Hödl bestellt, wo ich etwa 15 Rähmchen auf einmal hineingeben kann … und nach etwa 30 Minuten sind die Rähmchen sauber und das Bienenwachs ist im Kübel. Die alte Weisheit gilt wieder einmal: »Mit gutem Werkzeug macht die Arbeit Spaß!«

Weihnachtsmarkt
Honig Wachs

Mein erster Weihnachtsmarkt

Am Freitag habe ich meine Produkte erstmals auf einem sehr kleinen Weihnachtsmarkt angeboten. Honig und selbst gegossene Bienenwachs-Tee­lichter konnte ich anbieten. Die Nachfrage war gut und es war ein interessantes Erlebnis, denn es wurden so viele Fragen zu Honig und Bienen­wachs­kerzen gestellt … es hat mich sehr gefreut, wie interessiert so mancher Kunde ist. Falls jemand noch ein Weihnachtsgeschenk sucht … es gibt noch Bienenwachs-Teelichter (bereits fix und fertig in Geschenksverpackung) und auch Honig (aber nicht mehr viel). Hinweisen möchte ich auch auf die Bienenpatenschaft, die ich anbiete.

Bienenwachs-Teelichter
Wachs

Bienenwachs-Teelichter

Ich habe mir im Imkereifachhandel (Bienenstock Nummer 7) eine Teelicht-Gießform besorgt und ich muss sagen, das Gießen von Teelichtern macht wirklich Spaß. Es duftet im ganzen Raum und vor allem ist es eine »entschleunigende« Tätigkeit – man kommt nach einem anstrengendem Tag endlich zur Ruhe. Ich habe auch probiert große Kerzen zu gießen, doch das ist nicht so einfach, da die Dochtstärke stimmen muss … da muss ich noch tüfteln. Wichtig ist, dass das Bienenwachs sauber ist, also mehrmals geklärt wird (ich mache das mit einer Strumpfhose, das funktioniert prima) sonst brennt die Kerze nicht gut und knistert …

Wachsverarbeitung
Wachs

Wachsverarbeitung

Ich war heute beim Wachs­verarbeitungs­kurs in der Wr. Imkerschule. IM WL Yasmin Zwinz hielt einen höchst interessanten Vortrag über Wachs. Es ging um dessen Gewinnung (inkl. Wabenumtrieb), einschmelzen, klären, gießen, rollen uvm. Es wurde auch auf rechtliche und monetäre Belange eingegangen und man konnte mit anderen fachsimpeln. Es war für mich ein wirklich toller und lehrreicher Tag.

Mittelwände einlöten
Völkerführung Wachs

Mittelwände einlöten

Es werden mit Wabenstruktur geprägte Wachsplatten mittels Strom (mit einem speziellen Einlöttrafo) in den leeren Rähmchen fixiert. Die Bienen bauen dann darauf ihre Waben. Der Vorteil ist, dass man den Bienen damit vorgeben kann, in welcher Richtung sie die Waben bauen … das erleichtert dem Imker dann das Honigschleudern. Wenn man das nicht will, kann man die Bienen »wild« bauen lassen und das dann als »Scheibenhonig« ernten. Entnehmen sollte man Honig aber auf jeden Fall. (Ich entnehme nicht den ganzen Honig). Wenn die Bienen mehr Nektar eintragen, als sie im Winter benötigen, besteht die Gefahr einer Bienenbrutkrankheit, weil sich Sporen im alten Honig »verdichten«. Viele Berufsimker nutzen die Winterzeit um die Tätigkeit des »Einlötens« auszuführen. Ich habe ja nur ein paar wenige Völker und mache das gerne im sonnigen Mai, auf der Terrasse sitzend …

Völkerführung Wachs

Mittelwände (Wachs) einlöten

Am Sonntag hat mir mein Sohn beim Wachsplatten einlöten geholfen. Natürlich rückstandsfreies Wachs. Fast hätten wir vergessen den Draht nachzuspannen … Aber das hat dann auch geklappt. Geschickt hat sich mein Sohn dabei angestellt … (man muss genau darauf achten, dass der Draht nicht zu heiß wird … sonst schmilzt die Wachsplatte durch …)